1968 Handbuch zur Kultur- und Mediengeschichte der by Martin Klimke

By Martin Klimke

Die 68er polarisieren noch heute: Politisch gescheitert, erfolgreich in der Entwicklung neuer Lebensstile? Dabei gingen Kulturrevolution und Medienevolution Hand in Hand. Presse, Rundfunk und Fernsehen stilisierten Rudi Dutschke, die Kommune I, Che Guevara oder Mao neben den Rolling Stones oder Jimi Hendrix zu Ikonen einer jugendlichen Protestkultur. warfare die 68-Bewegung mehr als die Inszenierung von Ereignissen im Medienformat? Entlang der Stichworte occurring, Sit-in, Diskussionsfieber, Protestinszenierung u. a. vermittelt das Handbuch einen neuen Blick auf eine politische Strömung, die die Jahrzehnte danach entscheidend verändert und geprägt hat.

Show description

Read Online or Download 1968 Handbuch zur Kultur- und Mediengeschichte der Studentenbewegung PDF

Best sociology books

Gangs of America: The Rise of Corporate Power and the Disabling of Democracy

From its roots in 17th-century Britain to its glossy incarnation in Enron and WorldCom, the fashionable company -- stressed, independent, and self-perpetuating -- has won efficiency. Designed to hunt revenue and tool, the company has pursued either ambitions with unending tenacity, progressively bending the framework of the legislations and incurring destruction in its direction.

The Order of Things: Archaeology of the Human Sciences (Routledge Classics)

While one defines "order" as a sorting of priorities, it turns into superbly transparent as to what Foucault is doing the following. With virtuoso showmanship, he weaves an intensely complicated background of inspiration. He dips into literature, paintings, economics or even biology within the Order of items, in all likelihood the most major, but most unconsidered, works of the 20 th century.

Extra info for 1968 Handbuch zur Kultur- und Mediengeschichte der Studentenbewegung

Sample text

Die Kategorie der Nationalität stellt Enzensberger im Laufe der 1960er Jahre immer weiter zurück, marginalisiert sie und ersetzt sie durch neue Sicht- und Teilungsprinzipien der sozialen Welt. 29 Diese Wahrnehmung, die sich in seinen Stellungnahmen in den 1960er Jahren manifestiert, ist letzt26 Enzensberger 1964b, S. 73. 27 Enzensberger/Arendt 1965c, S. 381. 28 Enzensberger/Arendt 1965c, S. 383. Ebenso das folgende Zitat. 29 Vgl. dazu Marmulla 2006. Henning Marmulla lich einer der Gründe, der ihn für die deutsche Achtundsechziger-Bewegung so attraktiv macht.

34 In der Sicht von Enzensberger sind es diese internationalen Konflikte, die den Schriftsteller und den Intellektuellen zu interessieren haben. Zwar berge die Ausplünderung der armen Welt kurzfristige ökonomische Vorteile, doch gefährde sie auch »tödlich die Zukunft der reichen Völker. 36 Enzensberger versucht im weiteren Verlauf in seiner Zeitschrift Analysen zu einer »nüchterne[n] Vermittlung zwischen den Befreiungsbewegungen in der Dritten Welt und 33 34 35 36 »Agens sowohl zur personellen Verbreiterung der studentischen Oppositionsbewegungen in den Vereinigten Staaten und der Bundesrepublik als auch zu deren zunehmender Politisierung« (Juchler 1996, S.

Arendt, die sich weigert, Enzensbergers Sammelband Politik und Verbrechen zu rezensieren, nimmt Anstoß an Enzensbergers These, Auschwitz habe die Wurzel 22 Als »doppelte deutsche Frage« bezeichnet er den Umgang der Deutschen mit der nationalsozialistischen Vergangenheit auf der einen, sowie mit der deutschen Teilung auf der anderen Seite (vgl. Enzensberger 1964a, S. 10). 23 Vgl. Enzensberger 1964a. 24 Enzensberger 1965b, S. 171. 25 Enzensberger 1964a, S. 13. 42 aller Politik bloßgelegt. Enzensbergers These, zwischen Mord und Politik bestehe »ein alter, enger und dunkler Zusammenhang«26, erscheint ihr ahistorisch und werde der »Singularität von Auschwitz« nicht gerecht.

Download PDF sample

Rated 4.35 of 5 – based on 40 votes